{"id":72,"date":"2010-12-02T21:43:35","date_gmt":"2010-12-02T21:43:35","guid":{"rendered":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/?page_id=72"},"modified":"2014-07-12T16:15:32","modified_gmt":"2014-07-12T16:15:32","slug":"m-k-wiggen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/","title":{"rendered":"M.K. Wiggen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/margarete.wiggen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/0024.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-433 size-medium\" src=\"http:\/\/margarete.wiggen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/0024-210x300.jpg\" alt=\"Nur ein Augenblick\" width=\"210\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/margarete.wiggen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/0024-210x300.jpg 210w, http:\/\/margarete.wiggen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/0024-719x1024.jpg 719w, http:\/\/margarete.wiggen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/0024.jpg 1196w\" sizes=\"(max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a><span style=\"color: #333300;\">\u201dNur ein Augenblick\u201d nennt die K\u00fcnstlerin eine Bronzeplastik. Sie zeigt ein M\u00e4dchen mit erhobenem, nach vorn abgewinkeltem Arm. Auf der Hand sitzt ein Vogel. Erstaunt, abwartend, fast \u00e4ngstlich ist der Gesichtsausdruck. Wird der gefiederte Besucher verweilen oder bald, viel zu bald, wieder wegfliegen? Ein Augenblick kann vieles in sich bergen, so oder so.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333300;\">Viele der diese Figur umgebenden kleinen und gro\u00dfen Bronze- und Steinarbeiten in dem hellen Arbeits- und Ausstellungsraum des K\u00fcnstlerhauses &#8211; auch die Bilder an den W\u00e4nden &#8211; zeigen &#8222;Augenblicke&#8220;. In den hier aus einer Vielzahl von Motiven herausgegriffenen Titeln wie &#8222;Flucht&#8220;, &#8222;Angst&#8220;, Gewalt&#8220;, &#8222;Im Regen&#8220;, &#8222;die Nachbarin&#8220;, Mutter und Kind&#8220; werden Situationen dargestellt, die den Besucher &#8222;ansprechen&#8220; und nachdenklich stimmen. Kinder- und Tierplastiken geh\u00f6ren jedoch ebenso in den Bereich ihres k\u00fcnstlerischen Schaffens. Freud und Leid &#8211; auch im Bezug zum Mitmenschen und zur Kreatur &#8211; finden hier beredten Ausdruck.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333300;\">Dies kommt nicht von ungef\u00e4hr. Die am 7. Februar 1923 im westf\u00e4lischen MarI Geborene beschritt schon fr\u00fchzeitig &#8222;ihren&#8220; Weg. Angeregt von einem mit dem Vater befreundeten Maler und B\u00fchnenbildner, stattete sie schon als M\u00e4dchen Kinderg\u00e4rten mit ihren Bildern aus und schuf bereits als Dreizehnj\u00e4hrige B\u00fchnenbilder f\u00fcr eine vom Vater geleitete Theatergruppe. Der Krieg bewog sie, ihre k\u00fcnstlerischen Neigungen zur\u00fcckzustellen und sich ausschlie\u00dflich dem Dienst am Mitmenschen zu widmen. Nach Studium und Praktikum in Westfalen baute sie gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen die Betreuung der Vertriebenen und Heimkehrer im Raume Oldenburg auf. In dieser Zeit legte sie auch ihr Examen als Religionslehrerin an der P\u00e4dagogischen Hochschule Vechta ab. Hier begegnete sie einem Dominikanerpater, der sie wieder auf ihre urspr\u00fcnglichen Neigungen (Malerei und Bildhauerei) zur\u00fcckf\u00fchrte. Durch ihn geriet sie in einen Kreis Gleichgesinnter, die auf engstem Raum mit geringen Mitteln ihre Erlebnisse der letzten Jahre k\u00fcnstlerisch umzusetzen versuchten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333300;\">W\u00e4hrend f\u00fcnfj\u00e4hriger Sozialarbeit in Cloppenburg kam eine weitere wichtige Begegnung hinzu. Professor Paul Dierkes von der Kunstakademie Berlin, ein geachteter Bildhauer und Kunstp\u00e4dagoge, hatte &#8211; in seinem Vaterhause in Cloppenburg weilend &#8211; die Arbeiten der im Nachbarhaus lebenden K\u00fcnstlerin entdeckt und animierte sie zu intensiverer Besch\u00e4ftigung mit der Bildhauerei. Aus der nachbarlich-freundschaftlichen Verbindung mit der Familie Dierkes sch\u00f6pfte sie viele Anregungen. Die berufliche Arbeit bestimmte sie dazu, auch in ihrer gestalterischen Aussage den Menschen in den Vordergrund zu stellen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333300;\">1952 Eheschlie\u00dfung nach Aufenthalt in Berlin. Bei ihrem Ehemann J. Gerhard Wiggen fand sie verst\u00e4ndnisvolle Unterst\u00fctzung. Er sorgte auch daf\u00fcr, da\u00df seine junge Frau bei Professor Nathanson in Paris ihre Kenntnisse, insbesondere die durch den Krieg vernachl\u00e4ssigte Fortbildung in Zeichnung und Malerei, erweitern konnte. Im K\u00f6ln-D\u00fcsseldorfer Raum, und im Rheinland \u00fcberhaupt, entstanden in der Folgezeit Bilder, Plastiken und Reliefs vorwiegend im sakralen Bereich, sowie Kleinbronzen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333300;\">Die sch\u00f6pferische Kraft hierzu fand sie immer wieder in ihrer Zufluchtst\u00e4tte, dem selbst eingerichteten und ausgestatteten Bergbauernhaus in der N\u00e4he der von ihr so geliebten Stadt Salzburg.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333300;\">Altarraum, Kreuzweg und eine Plastik &#8222;Die Begegnung&#8220; in der Kirche der Universit\u00e4tsklinik Mainz hat Margarete K. Wiggen gestaltet. F\u00fcr die Kirche in Garbeck schuf sie ihren ersten gro\u00dfen Kreuzweg. Kirchen in Leverkusen und im Sauerland sowie verschiedene Krankenh\u00e4user hat sie mit Plastiken, Wandmalereien und Bildern ausgestattet. 1977 erhielt die K\u00fcnstlerin den Auftrag, f\u00fcr die neuerbaute Pius-Kirche in Hof\/Saale T\u00fcrgriffe, Ambo, Osterleuchter, Altarleuchter, Vortragekreuz und ein Relief &#8222;Papst Pius X&#8220; in Bronze zu fertigen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333300;\">Ausstellungen in M\u00fcnster\/Westf. , K\u00f6nigstein\/Ts. , Frankfurt, M\u00f6nchengladbach, K\u00f6ln, W\u00fcrzburg, Selb, Gronau\/Westf. , Bayreuth, Bamberg, Passau: Bonn, Schlo\u00df Pommersfelden, Schwarzenbach\/Saale, Schweinfurt, M\u00fcnchen, Bad F\u00fcssing, Hof\/Saale und N\u00fcrnberg vermittelten bisher einen Einblick in ihr k\u00fcnstlerisches Schaffen. Aber nicht nur in Kirchen und Ausstellungen, auch in der \u00d6ffentlichkeit fallen ihre fig\u00fcrlichen und abstrakten Plastiken und Reliefs im hiesigen Raum schon ins Auge. Im Kreise der Kunstfreunde werden vor allem ihre Kleinplastiken gesch\u00e4tzt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333300;\">Seit Dezember 1971 wohnte und arbeitete Margarete K. Wiggen in K\u00f6ditz bei Hof\/Saale. \u00c4rztlicherseits war ihr und ihrer Familie ein Wohnungswechsel ins Mittelgebirge empfohlen worden. Man entschied sich f\u00fcr Oberfranken, der Heimat ihrer Gro\u00dfeltern, die in der Gegend von Kronach ans\u00e4ssig waren. 1990 zog sie von K\u00f6ditz nach Bayreuth.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333300;\">Frau Wiggen war Mitglied des Berufsverbandes Bildender K\u00fcnstler und der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Christliche Kunst. Ihr Atelier wurde zum Ziel vieler Kunstfreunde aus dem bayerischen Raum, den anderen Bundesl\u00e4ndern und dem Ausland.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201dNur ein Augenblick\u201d nennt die K\u00fcnstlerin eine Bronzeplastik. Sie zeigt ein M\u00e4dchen mit erhobenem, nach vorn abgewinkeltem Arm. 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