{"id":21,"date":"2010-10-20T21:21:53","date_gmt":"2010-10-20T21:21:53","guid":{"rendered":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/?page_id=21"},"modified":"2014-10-22T15:03:02","modified_gmt":"2014-10-22T15:03:02","slug":"auch-zu-zwei","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/?page_id=21","title":{"rendered":"Kulturpreis der oberfr\u00e4nkischen Wirtschaft 1993"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/margarete.wiggen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/ihk-pict.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-478\" src=\"http:\/\/margarete.wiggen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/ihk-pict.jpg\" alt=\"IHK Kulturpreis\" width=\"436\" height=\"266\" srcset=\"http:\/\/margarete.wiggen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/ihk-pict.jpg 436w, http:\/\/margarete.wiggen.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/ihk-pict-300x183.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 436px) 100vw, 436px\" \/><\/a>Der <a title=\"Kulturpreis der oberfr\u00e4nkischen Wirtschaft\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kulturpreis_der_oberfr%C3%A4nkischen_Wirtschaft\" target=\"_blank\">Kulturpreis der oberfr\u00e4nkischen Wirtschaft<\/a>, mit dem seit 1970 unternehmerisches M\u00e4zenatentum seinen Ausdruck findet, wurde f\u00fcr 1993 zu gleichen Teilen an zwei Vertreter der bildenden Kunst verliehen:<br \/>\nan die in Bayreuth lebende Bildhauerin Margarete K. Wiggen und den Kunstmaler Adrian A. Senger aus Schwarzenbach\/Saale.<br \/>\nBei der \u00dcberreichung des mit 10.000 DM dotierten Preises in Hof unterstrich Kammerpr\u00e4sident Christian Heinrich Sandler die Notwendigkeit, das &#8222;kulturelle Aktionsfeld der Region&#8220; auf diese Weise zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Vor zahlreichen Ehreng\u00e4sten erinnerte Pr\u00e4sident Sandler daran, da\u00df der Kulturpreis der oberfr\u00e4nkischen Wirtschaft zum 125j\u00e4hrigen Kammerjubil\u00e4um im Jahr 1968 gestiftet wurde und seither zur Aktivierung der kulturellen Kr\u00e4fte in Oberfranken beitrage. Kulturelle Werte und Initiativen pr\u00e4gen nach Ansicht Sandlers das Ansehen einer Region. Als &#8222;weiche Standortfaktoren&#8220; erh\u00f6hten sie die Attraktivit\u00e4t eines Wirtschaftsraumes. &#8222;So gesehen, ist Kulturf\u00f6rderung immer auch ein St\u00fcck regionale Wirtschaftsf\u00f6rderung&#8220;, und der Kulturpreis k\u00f6nne somit als ein &#8222;Baustein zur Standortpflege&#8220; gelten.<\/p>\n<p><strong>Als M\u00e4zen einspringen<\/strong><\/p>\n<p>Kunst und Kultur, betonte Sandler, entst\u00fcnden jedoch nicht im luftleeren Raum, sondern seien auf Unterst\u00fctzung angewiesen. Die F\u00f6rderung kultureller Belange gewinne so in Verbindung mit spezifischer Imagepflege zunehmend an Bedeutung. Nicht von ungef\u00e4hr sei sich die oberfr\u00e4nkische Wirtschaft, betonte Sandler, ihrer Verantwortung als M\u00e4zen f\u00fcr Kunst, Wissenschaft und Kultur bewu\u00dft; denn Wirtschaft und Kultur seien in einem modernen Selbstverst\u00e4ndnis keine Gegens\u00e4tze, sondern Partner bei der Verwirklichung eines zukunftsorientierten Leitbildes f\u00fcr Oberfranken.<\/p>\n<p>Dabei kann es nach Sandlers Worten nicht der Zweck der unternehmerischen Kulturf\u00f6rderung sein, die staatliche und kommunale F\u00f6rderung zu ersetzen. &#8222;Es geht vielmehr darum, sie sinnvoll zu erg\u00e4nzen.&#8220; Dort, wo \u00f6ffentliche Mittel nicht ausreichten &#8211; was heute vielfach der Fall sei -, stehe es der Wirtschaft gut an, &#8222;als M\u00e4zen einzuspringen&#8220;.<\/p>\n<p>In ihren Dankesworten \u00e4u\u00dferten die beiden Preistr\u00e4ger ihre Freude \u00fcber die Ehrung und zollten der Kammer Anerkennung f\u00fcr das Engagement, das sie mit dem Kulturpreis an den Tag lege.<\/p>\n<p><strong>Die Preistr\u00e4ger<\/strong><\/p>\n<p>Mit Margarete K. Wiggen fiel die Wahl der Kammer auf eine Bildhauerin, deren k\u00fcnstlerisches Wirken in Oberfranken von der \u00d6ffentlichkeit vielfach wahrgenommen werden kann. Von Wiggen stammen etwa die Ausstattung der St.Pius-Kirche, der Rathausbrunnen, der Brunnen am Wittelsbacherplatz &#8211; alles in Hof &#8211; oder auch der Hochzeitsbrunnen in Naila.<br \/>\nEtwa 700 Bronzeplastiken schuf die geb\u00fcrtige Westf\u00e4lin, von denen etliche auch in ihrer fr\u00fcheren Heimat zu bewundern sind. Der Bayreuther Kulturkritiker Alexander Dick bezeichnete in seiner Laudatio auf die Bildhauerin deren Plastiken als &#8222;in Bronze geformte Mitmenschlichkeit&#8220;. Die Lebendigkeit sei eines der wichtigsten Merkmale von Wiggens Arbeiten, in deren Zentrum immer der Mensch stehe. Ihre Arbeiten seien nicht selten Allegorien auf &#8222;Grundsituationen des Lebens&#8220;.<br \/>\nErst \u00fcber Umwege war die Bildhauerin zu ihrer eigentlichen Berufung gekommen; der 2. Weltkrieg hatte ihre k\u00fcnstlerische Laufbahn unterbrochen. Sie begann eine Ausbildung als Krankenschwester und studierte nach dem Krieg Religionsp\u00e4dagogik. In Oberfranken lebt Wiggen seit 1971; 1990 zog sie von K\u00f6ditz bei Hof nach Bayreuth.<\/p>\n<p>Adrian Arthur Senger, der zweite Kulturpreistr\u00e4ger, hat sich einem breiteren Publikum mit dem Bildband &#8222;Wir verschweben &#8211; wir verschwinden&#8220; bekannt gemacht. Das Engagement des freischaffenden Kunstmalers und Graphikers gilt auch der Kunsterziehung von Kindern. Der K\u00fcnstler, der von sich selbst sagt, er sei ein Konservativer, sei jedoch weit entfernt von plattem Epigonentum, erl\u00e4uterte Peter J. Osswald, Leiter der BAT-Casino-Galerie Bayreuth, in seiner Laudatio. Poetisch sei der Grundton in den Landschaftsaquarellen Sengers. Nicht Spektakul\u00e4res, aber um so mehr, das Erbe echter Romantik spiegle sich in seinem Werk wider.<\/p>\n<p>Mit einem &#8222;kleinen Konzert&#8220; trugen drei jugendliche Geigensch\u00fcler der Musikschule der Hofer Symphoniker, die sich bereits bei regionalen Musikwettbewerben auszeichneten, zu der Feierstunde bei. Mit Werken von Bach und Wieniaswki unterstrichen die jungen K\u00fcnstler, davon zwei M\u00e4dchen, den guten Ruf Hofs als &#8222;Kulturstadt&#8220;.<br \/>\n<em><span style=\"font-family: Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT,sans-serif; color: #000066;\">M\u00e4rz 1994 Oberfr\u00e4nkische Wirtschaft<\/span><\/em><\/p>\n<p><strong>Laudatio von Alexander Dick anl\u00e4\u00dflich der Verleihung des Kunstpreises der IHK Oberfranken an Frau Margarethe W i g g e n am 7. M\u00e4rz 1994 in Hof<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;In der Kunst gibt es nur ein Kriterium: die G\u00e4nsehaut&#8220;, schreibt Kurt Tucholsky, der gro\u00dfe Berliner Satiriker und Theaterkritiker unseres Jahrhunderts, alias Peter Panther 1929 in der &#8218;Weltb\u00fchne&#8220;. Und weiter: &#8222;Man hat es, oder man hat es nicht.&#8220;<\/p>\n<p>Man hat es, oder man hat es nicht \u2011 was Tucholsky in unverwechselbarem Schnodderton einem Theaterst\u00fcck von Karl Kraus attestiert, ist der Versuch einer Charakterisierung dessen, was sich vielleicht am ehesten mit der Bezeichnung &#8222;k\u00fcnstlerischer Augenblick&#8220; wiedergeben l\u00e4\u00dft. Jenes Moments, welcher beim Zuh\u00f6rer oder Betrachter entscheidet, ob und in welcher Weise er sich vom dargebotenen Kunstwerk einfangen l\u00e4\u00dft. Es ist dies in erster Linie kein Vorgang, der den Gesetzen unmittelbarer Logik folgt: Sie sind nicht identisch mit den Vorg\u00e4ngen im denkenden Bewu\u00dftsein. Wer begr\u00fcnden soll, da\u00df ihn das Anh\u00f6ren einer Symphonie Mozarts, das Lesen eines H\u00f6lderlin\u2011Gedichtes, das Betrachten von Rodins &#8222;Denker&#8220; innerlich ersch\u00fcttert, wird die Ursache hierf\u00fcr meist schlecht in Worte fassen k\u00f6nnen. G\u00e4nsehaut l\u00e4\u00dft sich nur schwer verbalisieren.<\/p>\n<p>Im Kunstwerk sollen sich zeit\u2011 und raumlose Wahrheiten widerspiegeln, hei\u00dft es, \u2011im abstrakten ebenso wie im gegenst\u00e4ndlichen. Doch wer legt fest, wann und ob dieser Tatbestand erf\u00fcllt ist? Die Gesellschaft, die Kritik, der Geschmack, der Zeitgeist? Oder doch einfach die G\u00e4nsehaut? Wie viele Schicksale von K\u00fcnstlern kennen wir nicht alle, denen zu Lebzeiten eine Anerkennung versagt blieb, die oftmals erst lange nach ihrem Tode auf einen Sockel gestellt wurden. Wie verbl\u00fcfft w\u00e4re wohl ein van Gogh, erf\u00fchre er, welche Traumsummen heute bei Versteigerungen f\u00fcr seine Arbeiten erzielt werden? Kunst ist kein unverr\u00fcckbarer, fest bestimmbarer Faktor in einer Gesellschaft. Und dabei w\u00e4re es doch manchmal so einfach&#8230;<\/p>\n<p>Wenn wir heute in diesem Kreise der K\u00fcnstlerin Margarethe Wiggen unsere Reverenz erweisen, so geschieht das aus einer tiefen Verbeugung vor einer zeitgen\u00f6ssischen Bildhauerin \u2011 und Malerin, was leider oft \u00fcbersehen wird. Gerade hier in Oberfranken hat die \u00d6ffentlichkeit dem fruchtbaren k\u00fcnstlerischen Wirken Frau Wiggens einiges zu verdanken; ich nenne nur den Hochzeitsbrunnen in Naila, den Rathausbrunnen, den Brunnen am Wittelsbacherplatz oder die Ausstattung der St.\u2011Pius\u2011Kirche hier in Hof. F\u00fcr jedermann und jederzeit sichtbare Zeichen eines k\u00fcnstlerischen Schaffensprozesses, der Ausdruck einer begnadeten Begabung ist, einer Begabung, aus \u2011 scheinbar \u2011 leblosem Material lebendige Formen zu erwecken.<\/p>\n<p>Lebendig \u2011 ein wichtiges, vielleicht das wichtigste Merkmal an Margarethe Wiggens Kunst. Es sind keine geometrischen Formen, keine abstrakten Prozesse, keine experimentellen Installationen und Konstruktionen \u2011 es sind ganz einfach Menschen, die im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen. H\u00e4ufig Frauen und Kinder, Arbeiter, einfache Leute \u2011menschliche Grundsituationen. &#8222;Ich habe \u00f6fter versucht, abstrakt zu arbeiten&#8220;, lie\u00df mich Frau Wiggen einmal in einem Interview wissen. Doch irgendwie sei sie immer wieder auf die lebensnahen Dinge zur\u00fcckgekommen. Das klang fast ein wenig entschuldigend. So, als m\u00fcsse man im ausgehenden 20. Jahrhundert Gegenst\u00e4ndlichkeit in der Kunst vor der \u00d6ffentlichkeit verbergen, weil diese zum Opfer einer allgewaltigen Kritik werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&#8222;Seit die Impressionisten der franz\u00f6sischen Akademie die Stirn boten, ist in der Malerei ein Stil dem anderen gefolgt, einer immer esoterischer als seine Vorg\u00e4nger&#8220;, schreibt der deutsch\u2011amerikanische Kulturhistoriker Peter Gay in einem Aufsatz \u00fcber die Gegens\u00e4tze in der Moderne. Und weiter: &#8222;Bildhauerkunst, Architektur, Philosophie und sp\u00e4ter auch die Literaturkritik sind von Avantgardisten erobert worden, die ihren einzelg\u00e4ngerischen Weg verfolgen, das Verst\u00e4ndnis nicht nur der Masse sondern auch der Gebildeten verschm\u00e4hen und sie mit einer merkw\u00fcrdigen Mischung aus Selbstmitleid und Provokation \u00fcber die Schulter ansehen.&#8220;<\/p>\n<p>Wir wollen hier und heute nicht den Versuch machen, Abstraktes, Avantgardistisches, Esoterisches und Gegenst\u00e4ndliches in der Kunst gegeneinander auszuspielen. Warum jedoch sollte es im Zeitalter von Computer und Telekommunikation, von Rakete und Massenvernichtungswaffen keinen Platz mehr f\u00fcr Menschlichkeit in der Kunst geben. Ich meine, wir haben sie gerade heute mehr n\u00f6tig, als viele Generationen vor uns.<\/p>\n<p>Margarethe Wiggen ist zu ihrem Menschenbild in der Kunst sicher auch von den Ereignissen dieses Jahrhunderts gepr\u00e4gt gelangt. Der II. Weltkrieg war es, der das junge M\u00e4dchen in seiner westf\u00e4lischen Heimat bewog, eine begonnene k\u00fcnstlerische Ausbildung abzubrechen und sich fortan in praktizierter Mitmenschlichkeit zu \u00fcben. Sie begann eine Ausbildung zur Krankenschwester, die sie mit sehr gutem Ergebnis abschlo\u00df. Auch nach dem Ende des Krieges, den sie als Operationsschwester an mehreren Krankenh\u00e4usern erlebte, lie\u00dfen die allgemeinen Umst\u00e4nde eine R\u00fcckkehr in die k\u00fcnstlerische Laufbahn nicht zu. Margarethe Wiggen wandte sich einer regen sozialp\u00e4dagogischen und f\u00fcrsorgerischen T\u00e4tigkeit zu; ein Studium an der P\u00e4dagogischen Hochschule Vechta schlo\u00df sie mit dem Examen als Religionslehrerin ab.<\/p>\n<p>Wer heute vor Margarethe Wiggens Plastiken steht, glaubt, etwas von dieser in Bronze geformten Mitmenschlichkeit zu versp\u00fcren: die ernsten Gesichter von oft jungen Menschen, die um ihre Kindheit betrogen scheinen; deren Blicke jedoch nie ganz von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit erf\u00fcllt sind, sondern ein bestimmtes Ma\u00df an Zuversicht ausstrahlen.<\/p>\n<p>Margarethe Wiggens Plastiken bilden den Menschen nicht ab. Sie sind Momentaufnahmen von Augenblicken, die der Ewigkeit sehr nahe kommen. Titel wie &#8222;Angst&#8220;, &#8222;Gewalt&#8220; oder &#8222;Flucht&#8220; weisen auf einen bestimmten Grad der Abstraktion hin. Vielfach kommen die Arbeiten der Allegorie sehr nahe, ganz im Sinne der Goetheschen Definition, nach der der K\u00fcnstler &#8222;zum Allgemeinen das Besondere sucht&#8220;. Margarethe Wiggens Skulpturen und Reliefs sind nicht selten personifizierte Darstellungen von Grundsituationen des Lebens. Eines Lebens, dessen Licht\u2011 und Schattenseiten die K\u00fcnstlerin beide zur Gen\u00fcge kennenlernen konnte.<\/p>\n<p>Da\u00df Margarethe Wiggen, die schon als Kind beim Gestalten von B\u00fchnenbildern f\u00fcr die von ihrem Vater geleitete Theatergruppe ein Gef\u00fchl f\u00fcr Plastizit\u00e4t entwickeln konnte, wieder ganz den Weg zur Kunst fand, verdankt sie zum einen ihrem Flei\u00df, durch den sie sich immer wieder den Anschlu\u00df an die bildende Kunst verschaffte. Zum anderen bewog sie eine Reihe von Begegnungen und Schl\u00fcsselerlebnissen sich ihrer gro\u00dfen Passion, die man vielleicht nicht anders als mit Bestimmung umschreiben kann, verst\u00e4rkt zu widmen. Die Begegnung mit Professor Paul Dierkes von der Kunstakademie Berlin trug sicher viel zu dieser beruflichen Wende bei. Studienreisen nach Holland, Italien und Frankreich und schlie\u00dflich ein Studium bei Professor Nathanson in Paris trieben weiter und gezielt die Ausformung einer K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeit voran.<\/p>\n<p>Zahlreiche Kunstwerke entstanden in der Folgezeit in der neuen rheinischen Heimat: Bilder, Plastiken, Reliefs, Kleinbronzen. Von Margarethe Wiggen stammt ein wesentlicher Teil der Ausstattung in der Kirche der Mainzer Universit\u00e4tsklinik. In zahlreichen St\u00e4dten Westdeutschlands finden sich Arbeiten der K\u00fcnstlerin; nicht zuletzt durch den gl\u00fccklichen Umstand <em>Ihres <\/em>Umzugs nach Hof und sp\u00e4ter nach Bayreuth, <em>verehrte Frau Wiggen, <\/em>ist auch Oberfranken in den Genu\u00df einer ganzen Reihe Ihrer Kunstwerke gekommen.<\/p>\n<p>Gut 700 Plastiken hat Margarethe Wiggen geschaffen. Zumeist aus Bronze, einem Material, das lebt, obwohl es kalt ist, wie die K\u00fcnstlerin sagt. Jedes einzelne Werk f\u00fcr sich ist Ausdruck lebendiger Auseinandersetzung mit dem Dasein. Wer sich ihr stellt, wird sich schnell von den Arbeiten gefangen nehmen lassen. Denn die Phase, <em>meine Damen und Herren, <\/em>in der sich entscheidet, ob ein Kunstwerk das Innerste angreift, ist kurz. Nur ein Augenblick. Man hat es, oder man hat es nicht. Womit wir wieder bei Tucholsky angelangt w\u00e4ren: In der Kunst gibt es nur ein Kriterium, die G\u00e4nsehaut. Ich glaube, der Anblick vieler Werke von Margarethe Wiggen verhilft uns zu dieser. Vielleicht, weil sich in ihnen so viele zeit\u2011 und raumlose Wahrheiten widerspiegeln.<\/p>\n<p>Alexander Dick<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kulturpreis der oberfr\u00e4nkischen Wirtschaft, mit dem seit 1970 unternehmerisches M\u00e4zenatentum seinen Ausdruck findet, wurde f\u00fcr 1993 zu gleichen Teilen an zwei Vertreter der bildenden Kunst verliehen: an die in Bayreuth lebende Bildhauerin Margarete K. Wiggen und den Kunstmaler Adrian A. Senger aus Schwarzenbach\/Saale. Bei der \u00dcberreichung des mit 10.000 DM dotierten Preises in Hof &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/margarete.wiggen.de\/?page_id=21\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eKulturpreis der oberfr\u00e4nkischen Wirtschaft 1993\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":72,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/21"}],"collection":[{"href":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21"}],"version-history":[{"count":12,"href":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/21\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":717,"href":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/21\/revisions\/717"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/72"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/margarete.wiggen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}